Überwinterung GWH Strompreise

  • Hallo Zusammen, nachdem ich gestern erfahren habe, dass sich hier die Strompreise um ca 140 Prozent erhöhen, frage ich mich wie händelt ihr das im Gewächshaus mit Elektroheizung. Wenn die Heizung nur 10 Std (2000 W) in der Nacht läuft , macht das 350,00 pro Monat bei 9 qm Grundfläche. Welche Mindesttemperatur habt ihr? Vielen Dank für die Infos vorab Lg Rainer

  • Ich habe meine Temperatur über einen Thermostatstecker eingestellt auf 3°, geht auch nicht tiefer. Grundfläche meines GWH ist ca. 13QM, 16mm Stegplatten.

    Nachts kann es schon mal leichten Frost im GWH geben. Habe aber fast nur TH, ein paar EH, LH und HWH, sonst nichts. Die vertragen alle leichte Fröste, wenn einzelne nicht, hätten die bei mir nichts zu suchen.

    Habe meine Heizung dieses Jahr noch nicht aufgestellt.

    So oder so, könnte die auch nirgends sonst unterbringen, mit den Strompreisen muss ich einfach durch. Hier in Düsseldorf wird es meist auch nicht so kalt.

  • Wenn die Heizung nur 10 Std (2000 W) in der Nacht läuft

    Was hast du denn für eine Elektro-Heizung?
    Normalerweise haben die ja eine gewisse Temperaturregelung integriert und laufen nicht permanent auf voller Leistung. Das wäre dann ein sehr warmes Gewächshaus. Wieviel die tatsächlich an Strom braucht hängt hauptsächlich von der Außentemperatur, der eingestellten Temperatur und der Größe und Isolation des Gewächshauses ab.

  • Ich habe ein Anlehngewächshaus. Tagsüber stelle ich die Windmaschiene so dass die erwärmte Luft das Haus heizt. Nachts stelle ich die Heizung jetzt auf 5° runter, was deutlich mehr braucht kommt ins Haus. Lampen stelle ich alle auf LED um. Ansonsten habe ich mit einer Solar-Kleinanlage < 0,6kw meinen Stromverbrauch schon um 1/4 gesenkt.

  • das A+O ist erst einmal die Isolierung wie bei einem Wohnhaus auch. Dazu Noppenfolie außen + wenn irgend möglich auch innen. Der Giebel kann ebenfalls abgehängt werden. Wichtig hier nicht einfach irgendwie die Folie nur drüber werfen und bischen beschweren sondern mit extra dafür gemachten Verschraubungen befestigen. Sind zwar teuer, halten aber dafür ewig. Nur die von Deibele sind hier dauerhaft zu empfehlen(ca. 1,-Euro/Stück mit Kappe). Ich hatte damals in meinem 24m² Gewächshaus damit -24°C überbrücken können Frostfrei mit 2 Heizlüftern die ich jeweils auf halber Leistung laufen ließ, also jeweils 1kw/h. Ein Bekannter von mir ist Elektrofachmann und hat mir eine Steckdose gebaut mit integriertem Thermostatregler, den ich von -10°C- +30°C regeln konnte. Weiß nicht, obs sowas regulär zu kaufen gibt, evtl. mal bei Conrad Electronic nachschaun. Also bevor Ihr Euch groß Gedanken macht über das Heizen, isoliert Eure Häuser erstmal anständig, dann wird das Ganze schon viel überschaubarer...;)

    Avatarbild zeigt die "geilste" Selektion aus der Kreuzung L.ferox x pampana bei den Hofers die "Feuergöttin Chensit" :cwm69: (Bild stammt von Manfred aus Dessau)

  • um genauen Energieverbrauch zu messen, damit ihr einen Überblick bekommt

    Kann ich euch nur eines empfehlen. Googel mal nach

    Luminea Home Control WLAN Steckdose aussen:

    bei pearl für 23 Euronen ein wirklich tolles Gerät.

    Übrigens, meine kommen alle in den Keller, Energieverbrauch gleich 0,0

    Gruß Hardy


    für den ersten Eindruck gibt es keine zweite Chance ;)

    Profilbild: EHT.2019.0035. J.2015.0020.EHT.01 x (Winteriana x Greengold)

  • Aber Rainer...

    Da ist doch mindestens ein Wurm drin. 10 Stunden am Tag à 2 KW (wozu eigentlich diese Wärme??) macht fröhliche 600 kWh. 600 x 0,53 = 318 Euro, so weit, so gut. Wenn Du letztes Jahr auch schon so viel verbraucht hast (bei 7°C vermutlich eher noch mehr?), dann sind 80% bei 40ct/kWh gedeckelt, lediglich für die letzten 20% musste 53ct berappen. Also 480 x 0,40 = 192 + 120 x 0,53 = 63,60 >> macht zusammen "nur" noch rund 256 Tacken.


    Also, wie Michi schon sagt: hübsch isolieren, das spart 'ne Menge. Ich hab das Glück, dass es hier nicht so sonderlich kalt wird und ich das Gewächshaus an der Heizung vom Haus hab (Ölzentral). Ich lass inzwischen die LuPo-Folie ganz weg. Letztes Jahr hab ich lediglich knapp 3 Wochen ein wenig geheizt, ansonsten war es die restliche Zeit immer mindestens ein, zwei Grad über dem Gefrierpunkt. Erfroren ist mir dabei nix (TH, CCH, LH, HWH, Mammis, Mediolobivien, Sulcos - und vor allem die LITHOPS nicht!) - und die Echinocereen stehen eh fast alle ganzjährig draußen, ebenso die Unterlagen, die EH und eine Schale TH. Nur unter -5° nehme ich die rein ims GWH (10-14 Tage), bis auf die EC(H). Du kannst die Küken ruhig mal etwas härter 'rannehmen, die schaffen das! (Wenn sie sich jetzt noch daran gewöhnen dürfen).


    *toi toi toi* :cwm71:

  • Meine Pflanzen (darunter Lithops, Echeverien, Aloen und ein Haufen anderer Crassulaceen) müssen schlicht auch mal Null Grad aushalten, und das packen sie bei richtiger Vorbereitung auch.

    Ich stelle meine Heizung über eine Zeitschaltuhr so ein, dass sie erst in den Morgenstunden richtig loslegt, denn oft wird es erst dann richtig kalt.


    Wenn die tatsächlichen Weicheier nur wenige Kisten füllen, würde ich die ins Haus räumen, der Rest muss Null Grad aushalten.

  • Ich habe ein Anlehngewächshaus mit 9 qm und 16mm Hohlkammerplatten.

    Strom bei uns im Moment 37 Cent/kWh.

    Thermostat ist auf 6Grad eingestellt.


    Letzten Winter hatte ich insgesamt einen Verbrauch von 90 kWh also ca. 33 Euro.


    Dieses Jahr bisher sage und schreibe 2 kWh :). Wenn der Winter wieder mild wird also vernachlässigbare Kosten.


    Winter 2019/20 waren es noch 530 kwh.

    Winter 2020/21 immerhin 260 kWh.


    Mal was positives an der Klimaerwärmung :saint:.

  • Danke Dir für die detaillierten Infos. Hatte vor Jahren mal die Kosten gecheckt da waren es bei 20 cent in einer Woche mal 36 Euro. Jeden Tag im Winter Sonne. Temperaturen zwischen minus 4 und minus 16 Grad also tagelang unter 0

  • Wie schon gesagt, bei uns wird es selten länger kalt. Letztes Jahr war sehr mild, der Winter davor viel kälter.

    Mir bleibt aber nichts anderes übrig, als die im GWH zu überwintern, keine andere Möglichkeit.


    Stärker ins Gewicht fällt da der Stromverbrauch für die Kunstlichtaufzucht der Aussaaten.

    Ob das jetzt stärker ins Gewicht fällt, weiß ich nicht. Nicht aus Kostengründen, sondern aus Platzgründen gibt es dieses Jahr keine Aussaaten. Insofern fallen das jetzt keine Kosten an.

  • 1) Der Wintergarten ist an die Ölheizung im Haus angeschlossen. Zwischen die Dachsparren habe ich im Winter Dachlattenrahmen mit doppellagiger Noppenfolie gespannt. Den Heizkörper schalte ich nur bei extremer Kälte auf minimaler Stufe an.

    2) Das Foliengewächshaus (v.l.), das kleine Glasgewächshaus (h.r.) und die 3 Freiluftregale (hinten) räume ich aus in die beiden Gewächshäuser. Dazu kommen in die Regale zusätzliche Zwischenböden.

    3) Beide Gewächshäuser sind komplett mit UV-beständiger Noppenfolie verkleidet, die Folie ist mittlerweile über 10 Jahre alt und schon oft geflickt (weil die Klebestreifen höchtens 2 Jahre halten), hält aber immer noch. Ringsum ist die Folie 20-30 cm größer, liegt auf dem Boden auf und wird mit Steinen beschwert. An den Eingängen ist die Folie umklappbar.

    4) In jedem Gewächshaus steht ein Heizlüfter. Der im Gewächshaus mit den 10-mm-Stegdoppelplatten ist auf 1 kw eingestellt, der im Gewächshaus mit den 6-mm-Stegdoppelplatten ist auf 2 kw eingestellt. Geregelt werden die Heizlüfter mit Thermostaten Htronic TS 125 mit Fernfühler, dieser wird ca. 30 cm hinter dem Heizlüfter platziert. Einschalttemperatur 2 °C, Ausschattemperatur 5 °C, nach dem Ausschalten schaltet sich der Thermostat frühestens nach 10 Minuten wieder ein. Den Tipp für diese Thermostaten hatte ich mal von Daniel im Flowerpoint-Forum.

    5) In jedem Gewächshaus hängt mittig unter der Decke ein 5-W-Ventilator, der bläst die aufsteigende warme Luft nach schräg unten hinten. So verteilt sich die Wärme gleichmäßiger im Gewächshaus. Der Ventilator läuft durchgängig bis zum Frühjahr.