Welche Krankheit oder Schädling hat er und was kann ich dagegen tun? Mittel?

  • Hallo zusammen,


    zum Punkt von Michael und der Frage nach Schwefel ...

    Erfolgreich scheint auch der Einsatz von Schwefel zu sein. Produkte mit Netzschwefel gibt es zu kaufen, ist aber eigentlich gegen Pilze gedacht.

    Damit habe ich aber selbst noch keine Erfahrungen gemacht. Wenn jemand was zu dem Einsatz von Schwefel (Sprühen/Verdampfen/Pulver in den Scheitel pinseln?) sagen kann, wäre ich an der Info durchaus auch interessiert.

    ... kann ich nur sehr den Beitrag von Gudrun empfehlen:

    Schwefeldioxid


    Ich habe auf Gudruns Empfehlung erfolgreich vor einigen Jahren Schwefel verdampft, aber dann nicht mehr daran gedacht. Im letzten Winter gab es heftigen Befall mit Spinnmilben und ich habe dann erst zum Frühjahr hin wieder an den Verdampfer gedacht - erneut mit Erfolg, wie von Gudrun beschrieben. Ich hätte nicht gedacht, dass die Viecher über Winter einen solchen Appetit entwickeln. Diesmal werde ich vorsorglich schon im Herbst damit beginnen. Meine Pflanzen haben ähnlich wie bei Bianca wieder ausgetrieben. Nebenwirkungen oder Schäden durch den Schwefel habe ich nicht beobachtet.


    Was mich aber brennend interessiert:

    Werde es so machen, falls ich eine weitere Pflanze mit dem Befall sehe werde ich sie rausschmeissen! Wie gesagt nur 2 PFlanzen. Ich bin froh dass ich Herr der Wolläuse geworden bin dank TIM ! DA habe ich so gut wie keine Probleme mehr und sonst hatte ich auch nie andere Schädlinge!

    Tim, Christian: Was habt Ihr gegen die Wollläuse im Köcher?


    Viele Grüße

    Georg

  • Du, nur Illegales, zumindest im Befallsfall. Mancherorts verwendet man wohl angeblich Neonicotinoide, die es zumindest noch in Polen beim Landhandel zum Mondpreis geben soll... (Kohinor, z.B.) Deswegen immer im Vorfeld brav mit Vitanal Sauer und Knoblauch (BBE gerne auch noch dabei) sprühen, dann gehts auch ohne Gift, hier zumindest.


    Viel Erfolg!

    "Den letzten Intelligenztest müssen die Menschen noch bestehen, nämlich sich miteinander zu vertragen." Prof. Heinz Haber 1913-1990, Physiker & Weltraumpionier

  • Gegen Wollläuse bin ich zur Hauptsache mit Zahnstochern vorgegangen, metzelnd- erdolchenderweise. Denn gegen Weichholzstäbchen können die unmöglich resistent werden. Den Rest habe ich, als es mir zu viel wurde, mit Lizetan Combigranulat hinbekommen.

    Endliche Erlösung brachte aber erst die völlige sommerliche Gartenkultur aller Pflanzen plus Umzug in saure Umgebungs- und Wasserverhältnisse, seit ich die hier am Nordrand des Westerwalds im Freiland habe, sind Woll- und Schmierläuse Geschichte.

  • Du, nur Illegales, zumindest im Befallsfall. Mancherorts verwendet man wohl angeblich Neonicotinoide, die es zumindest noch in Polen beim Landhandel zum Mondpreis geben soll... (Kohinor, z.B.) Deswegen immer im Vorfeld brav mit Vitanal Sauer und Knoblauch (BBE gerne auch noch dabei) sprühen, dann gehts auch ohne Gift, hier zumindest.


    Viel Erfolg!

    Tim ich habe das knoblauch zeugs

    Kennst du die dosierung?

    Obwohl ich es nicht aufgemacht habe muffelt es nach knoblauch

    Scheint sehr hoch dosiert zu sein

    Da denkt man das man irgendwo im Urlaub wäre 😊

  • Ich nehme immer zwischen 3 und 5 Schnappsgläsern voll (60-100 ml) pro 10-Liter Kanne. Wichtig: auch noch 30-50 ml Vitanal dazu - Knoblauchextrakt wirkt deutlich effizienter bei saurem pH-Wert. Und das Gebräu ist nicht zum Gießen gedacht, sondern zum Sprühen, deshalb KANN man noch BBE dazugeben - wo Du den doch so gerne magst. Jedenfalls riecht diese Mischung NICHT mehr nach Urlaub. Höchstens nach Urlaub aufm Misthaufn...

    "Den letzten Intelligenztest müssen die Menschen noch bestehen, nämlich sich miteinander zu vertragen." Prof. Heinz Haber 1913-1990, Physiker & Weltraumpionier

  • Gegen Wollläuse bei Hybriden kann man unverdünnten Spiritus auf ein Wattestäbchen geben und die Läuse damit punktuell benetzen.

    Sie werden unmittelbar nach dem Kontakt schwarz und sterben ab. Hatte mit Wollläusen noch nie Probleme, aber diese Methode hilft bei vereinzelten Pflanzen sehr gut.


    Bezüglich einem Schwefelverdampfer hatte ich mich vor längerem einmal eingelesen. Im Zuge dessen habe ich auch beim Gewächshaushersteller Beckmann nachgefragt,

    ob die Aluminiumkonstruktion dem Ausschwefeln stand hält. Als Antwort wurde mir zugesichert, dass ich mir bezüglich der Aluminiumkonstruktion keine Sorgen über mögliche Korrosionsschäden machen muss. Allerdings können bei regelmäßigem und intensiven Ausschwefeln Schäden an den Doppelstegplatten entstehen. Diese könnten dadurch vergilben. Mit diesem Wissen habe ich den Gedanken wieder verworfen und es selbst gar nicht getestet. Auch Netzschwefel zum sprühen (eigentlich ein Anti-Pilzmittel) habe ich noch nicht versucht. Die Idee wäre eher, ob man reines Schwefelpulver punktuell und präventiv auf dünnhäutige Lobivien stäuben könnte, um diese Art von Schädlingen von vorne herein von den empfindlichen Pflanzen fern zu halten.

  • Danke für Eure Antworten. Die vorsorglichen Maßnahmen sollte ich mal ausprobieren.


    Ich bin momentan auch mit Spiritus unterwegs - bei mir haben sich für lokalen Einsatz auch die Kosmetikstäbchen bewährt, die neulich für die Bestäubung vorgeschlagen wurden. Sie haben einen kleinen Kopf, fransen nicht so aus und man kommt gut damit zwischen den Dornen durch.


    Zu Wollläusen gab es im Anschluss an einen DKG-Onlinevortrag auch den Vorschlag, eine "Überdosis" an Nützlingen einzusetzen, also deutlich mehr, als vom Hersteller empfohlen (Faktor 5-10 ...). Mit der Herstellerangabe hatte ich in der Vergangenheit keinen großen Erfolg. Hat jemand von Euch Erfahrungen mit einer solchen "Überdosis", z.B. an Florfliegenlarven?


    Viele Grüße

    Georg