Beiträge von Andreas75

    Hallo :)!

    Sorry, wenn ich hier so dazwischen grätsche, aber ich tue es aus aktuellem Anlass. Keine Ahnung von wo oder wem, aber ich habe auch Wurzelläuse geerbt, und insbesondere die Echinopsen und Lobivien in 9er Töpfen sind beleidigt. Hatte ich erst auf das miese und feuchte letzte Jahr geschoben, wo einige schon allein wegen des Wetters die Wurzeln verloren, dann aber mal genauer gekuckt, und quasi in jedem betroffenen Topf die typischen weißen Flecken an den Topfwänden. Ziemliche Schiete.

    Einige, die ich sowieso doof fand, sind daraufhin ohne Federlesens in die braune Tonne gewandert, den Rest mag ich aber gerne behalten, und darum will ich mal fragen, auch weil es hier noch nicht zur Sprache kam, was denn eigentlich mit Bi 58 (ohne N) wäre? Zufällig hatte ich in einer Kiste Pflanzen und Kram aus einem Nachlass (von dem die Läuse nicht stammen, die müssen spät letztes oder früh dieses Jahr zugezogen sein, der Nachlass war im frühen Julei) auch eine Packung vom alten dabei, abgelaufen 2020, aber noch keinen Anlass zur Anwendung gehabt.
    Nun käme es ja wie gerufen. Ich weiß, ist nicht mehr zugelassen etc., aber einfach entsorgen ist ja auch, hm...

    Weitere Frage dazu: Ist es sinnvoll, das mit der MPK- Abschlussdüngung zu kombinieren?

    PS: Careo erzeugt relativ schnell Resistenzen, finde ich, daher würde ich davon absehen wollen.

    Die jajoiana sind selbststeril, ergibt also sicher Hybriden.
    Ich muss dieses Jahr feststellen, dass die Schwebfliegen richtig Appetit haben- ich habe an den nicht absichtlich verkreuzten Pflanzen Wildbestäubungsfrüchte noch und nöcher. Die der Chamaecereen und Lobivien werde ich wohl auch aussäen, weil ja auch die Natur umwerfendes kreieren kann, und soviele Samen haben die ja nicht (großer Vorteil ggnü. Echinopsen, da kann man ohne weiteres ganze Früchte aussäen und aus der ganzen Palette selektieren!).

    Mal sehen, was dabei rum kommt, weil ich dies Jahr ausschließlich feines am Blühen habe, da ich jeden 0815- Kram, der nicht befriedigte, mal ganz knallhart der braunen Tonne überantwortet habe.

    Leider blühen sie nicht zusammen, aber ich halte A 35 und A 37 dann mal für nahezu identisch. Quasi gleiche Blüte und Bedornung, Körperbau bzw. Rippenbildung und Bedornung gleich, Blüte nur kleiner bei A 37, was ich aber auf das noch junge Alter/ die noch Kleinheit schiebe.

    Weiß jemand die Eltern? Der Verdacht auf direkte Geschwister und/ oder eher direkte Arthybride liegt bei so gleichem Aussehen ja nahe, oder?

    Jut, dann würde ich sagen, können zwei davon weg, da ich ja keine drei quasi identischen Hybriden brauche. Wie ist allgemein so das Interesse an den Sorten? Hinter Geisenheim war ich fast 30 Jahre lang her, die behalte ich, auch weil sie die wärmere Farbe hat, aber die beiden A's könnten dann weg, denke ich.

    Ok, heute haben beide; Geisenheim und A35, zusammen geblüht.
    Der direkte Vergleich zeigt, dass der A35 das warme/ der leichte Orange- Anteil der Geisenheim fehlt, auch hat Geisenheim 'nen wesentlich längeren Griffel und vor allem außen längere Staubfäden. Bedornungs- und Körperunterschiede sind also echte, somit sind diese beiden trotz großer Ähnlichkeiten (so sind etwa beider Staubfäden rot) nicht das gleiche.


    Morgen blüht die A 37, die ich direkt von Wessner habe, und dann schauen wir mal, wie es mit ihr und der A 35 aussieht, bei Möglichkeit werde ich (kreuz)bestäuben.

    Guten Abend,


    ich danke für die vielen Antworten :).
    Also, ob alle drei das gleiche sind, weiß man nicht? Wenn der Herr Wessner sie so verkauft, also wohl zumindest 35 und 37 nicht? Ich hatte wie gesagt eine 35 bei ihm angefragt, und er schickte mir quasi wortlos eine 37. Die blüht demnächst, wenn Geisenheim und 35 wohl ihren zweiten Schub öffnen.


    Ich muss wie gesagt feststellen, dass zumindest 35 und Geisenheim in den Blütenaspekten quasi identisch sind. Erstere dickzylindrisch in die Höhe, Geisenheim voraussichtlich eher flacher.
    Sind denn von 'Geisenheim' noch Eltern überliefert? Alles was ich rausfinden konnte war, dass sie wohl sehr pseudolobivia- lastig ist, und von 1968 ist.

    Hallo, liebes Forum!


    Ich hätte da heute doch mal eine Frage die beiden Hybriden in der Überschrift betreffend.
    Es begibt sich, dass ich beide habe, und beide haben nun geblüht, bzw. blühen soeben, und ich kann mir nicht helfen, aber ich finde, dass die völlig identisch sind. Kann es sein, dass das exakt die gleiche Hybride ist?
    Die 'Geisenheim' mag geringfügig braunere und etwas stärkere Bedornung haben als die "A35"- letztere habe ich von Andreas Wessner höchstselbst, nachdem ich eine "A 37" wollte, die ich mit der Bezeichnung auch habe, deren Blüte noch aussteht, die aber auch auffallend gleich wirkt. Aber ansonsten- Blütenfarbe, Blütengröße, Narbe, Staubfäden, Bedornung bis auf genannte Feinheiten, die aber auch an unterschiedlicher Kultur liegen können/ werden (habe beide erst 2021 bekommen), Behaarung der Knospe, Form der Knospe, Aussehen im Erblühen- alles gleich!
    Körper kann ich noch nicht recht vergleichen, weil meine A35 ein ziemlich alter und stämmiger Knochen ist, 'Geisenheim' und die ominöse A37 aber noch einiges jünger. Aber auch da- Rippen, Areolenmuster, Scheitel, alles gleich.

    Weiß da jemand näheres? Und ob ich die demzufolge alle drei als 'Geisenheim' oder auch 'A35' nennen kann?

    Beste Grüße,
    Andreas

    Hy!

    Kleine Anmerkung vom Berufsgärtner und generellen Weidenspezi und -freak: Salweiden (Salix caprea) sind die schlechtesten Weiden, die man für Weidenwasser zur Bewurzelungshilfe nehmen kann!
    Weil das ausgerechnet die eine Weidenart ist, die quasi niemals funktioniert, wenn man sie wie fast beliebige andere Weidenarten einfach in irgendein Glas mit Wasser stellt. Und auch aus Steckhölzern quasi nicht wurzelt.

    Bei weitem besser sind die ebenfalls häufigen vor allem Korbweiden (Salix viminalis) und Korkenzieherweiden (Salix matsudana 'Tortuosa'). Vor allem letztere kriegen bereits in permanent feuchter Luft am gepflanzten Gehölz Wurzeln, wenn zB lange Vegetation den Stammfuss dauerhaft beschattet und für dauerfeuchtes Mikroklima dort sorgt.

    Das ganze durch den Mixer zu schroten muss dabei nicht sein, und wäre auch eher ungut, da ja, Prinzip Hackfleisch, eine Masse umso schneller verdirbt, je feiner sie zerteilt ist (viel größere Oberfläche für Bakterien und Co. zum ansetzen). Man schneidet die Triebe einfach in so zwei cm lange Stücke, lässt das ganze 24 Stunden in Wasser ziehen (Zimmertemperatur passt), gießt dann ab und verwendet das Wasser.
    Ich habe es auf die Art erstmals erfolgreich geschafft, eine Weidenhybride mit einem Drittel caprea- Blut zu bewurzeln, die von eben jener die Eigenschaft geerbt hatte, freiwillig nicht zu wurzeln. Das Weidenwasser wird dabei den viminalis und udensis- Teil angeregt haben, doch Wurzeln zu schicken, welche beiden Arten (letzere als Drachenweide in Ostersträußen bekannt) für sich gut wurzeln.


    Grüße,
    Andreas

    Hy!


    Wenn die platt wie Paddel sind, dann sind keine Pollen dran. Es gibt Sorten, die nur als Mutter taugen, weil sie keinen Pollen bilden- keine Ahnung, ob die Pink Stripes dazu gehört. Oder aber gibt es auch Jahre/ Blüten, in denen sonst "pollige" Pflanzen keine bilden. Beides geht mit flach wirkenden Staubgefäßen einher, an denen dann eben schlicht kein Pollen zu finden ist.

    Pereskiopsis braucht Wurzelpulver :o? Stellt man die nicht einfach in ein Glas Wasser, und lässt den Dingen ihren Lauf? Das klappt so doch bestens?

    Ich werde dies Jahr wieder kaum Blüten an meinen Pflanzen sehen. Letztes Jahr knospten die Echinopsen, Lobivien und Co. nach optimierter Kultur schon im März wie noch nie, zogen aber zu 90 % wieder ein durch das hund- widerwärtige Frühlings-, wie Frühsommerswetter. Dies Jahr knospt noch gar nix, außer drei winterharte, und es ist wieder exakt der gleiche Mist draußen.

    Ich tendiere wirklich dazu, das ganze Thema wintermild aufzustellender Kakteen abzuhaken, weil ich dieses von Jahr- zu- Jahr- Gehangele und ständig fortgesetzte Geklammere an jeden Strohhalm langsam unendlich leid bin. Meine Winterharten brauche ich nur 'nen Monat später anzuwässern und dann fluppt das. Die Nopsen und Co. knospen quasi von selber, sowie es ihnen angenehm ist, und ziehen halt unter Umständen für das Jahr dann wieder ein. Ich habe nach Jahr auf Jahr auf Jahr des Zagens langsam ehrlich keine Böcke mehr darauf. Man wird nicht jünger, und Jahr für Jahr neue Hoffnungen und dann doch wieder ein erneuter Tritt in die Kniekehlen- nein...
    Ich gehe da demnächst mal in mich, eventuell gibt es im Marktplatz bald viele Hybriden zu haben...

    Nach dem letztjährigen Desaster, wo gut 70 % der Lobivien und Echinopsen ihre zahlreich wie nie angesetzten Knospen nach dem Witterungseinbruch im Frühling, der die restliche "warme" Zeit auch kaum wieder hoch kam, wieder einschmolzen, bin ich da dies Jahr lieber vorsichtiger und rege die Monstren erst gegen Mitte April an. Wird dann zwar später mit der Blüte, aber dann sehe ich hoffentlich mal wieder zahlreichere. Sowas tut weh, wenn man sich vor Knospen kaum retten kann, und dann ffft. alle wieder eingesaugt oder stecken gelassen.

    Richtig beobachtet, Katja.
    Nur leider hört man von all den Naturschutzseiten immer nur pauschal "Heimische Wildgehölze"- wie deren Pflege aussieht, damit sie attraktiv werden, davon liest man nur selten etwas. Höchstens mal vom Schnitt, um sie zu verjüngen oder in den Platz zu fügen.
    Und Thuja wird zu Unrecht verteufelt, finde ich. Bietet natürlich nichts außer Nistraum, aber diesen dafür zahlreichen Arten, wenn das Umfeld stimmt. Es ist also wie immer weder das eine noch das andere Extrem einzig richtig, sondern ein gesunder Mittelweg/ Kompromiss, von dem alle was haben.

    Der Witz ist: Als wir unser Grundstück hier gekauft hatten, war eine meiner ersten Amtshandlungen, die sowieso überalterte Thujahecke zu roden, mit dem Plan sie durch heimische Wildsträucher zu ersetzen, weil ja ökologisch wertvoller. Und so...

    Natürlich habe ich die Thuja nicht auf einen Satz weggehauen, sondern abschnittsweise über drei Jahre. Und da drin fand ich: Spatzennester, Grasmückennester, Heckenbraunellen- Nester, Amselnester, ein Zilpzalp- Nest.
    Nachdem die Thujahecke ab war, und die Wildsträucher standen, waren alle diese Vögel, sogar die Amseln, als Brutvögel auf unserem Grundstück passé!

    Es hat bis 2020, also acht Jahre!, gedauert, bis wieder eine Grasmücke Revier nahm, und das auch nur, weil in einen Holunder recht dicht Zaunwinde hinein gerankt war. In der ganzen schönen, artenreichen und inzwischen ausgewachsenen, und toll frei wachsenden Wildsträuchern in all der Zeit nicht eine einzige Brut mehr. Und in der Kreisstadt finde ich, auf meterbreitem Grünstreifen zwischen Seniorenheim und Gehweg/ Straße in einem per Hausmeisterschnitt zur Kugel deformierten Feldahorn ein Gimpel(!)nest...

    Seit diesen eindrücklichen Erfahrungen gebe ich auf das leider oft haltlose Geseier irgendwelcher Naturschützer nicht mehr viel, sondern gehe nach dem, was ich (selbst viele Jahre im öffentlichen Naturschutz tätig) sehe! Und das sagt mir, dass freiwachsende Wildgehölze nicht die Patentlösung sind, und Thuja nicht die ökologisch wertlose Gartenpest, als die sie dargestellt wird.

    Jedes durch völlig unfachmännischen Schnitt in Eier- oder Kugelform gezwungene Gehölz ist für Brutvögel wertvoller als 50 m frei wachsende Wildstrauchhecke diverser Artenmischung. Und ich gehe jede Wette, dass ich alle Brutvogelarten, die durch die Rodung der Thujahecke verschwunden sind, binnen zwei Jahren wieder vorstellig wären, wenn ich jedes Jahr zweimal mit der Heckenschere längs marschiere. Nach nun im großen und ganzen zehn Jahren, wo es hier nur zweimal Amsel, Elstern und 1x Hausrotschwänze versucht haben.
    Ist bitter, diese Erfahrungen zu machen, wenn man wie ich von Kind an die Fachlichkeit des Naturschutzes geglaubt hat.

    Wildsträucher darum durchaus ja! Aber um sie auch für Brutvögel interessant zu machen, entweder mit irgendeinem Kraut (Brennnesseln, Zaunwinde, Kletten- Labkraut) total dicht wuchern lassen, oder Formschnittgehölze draus machen. Sonst kann man das vergessen. Die Früchte der Hecke gefressen hat übrigens bis jetzt auch noch kein Vogel.
    Habe hier extra mehrere Ebereschensämlinge und Wildrosen gepflanzt wie wachsen lassen, mit dem Ergebnis, dass die Früchte quasi jedes Jahr am Strauch vertrocknen, abfallen und das war's... Und ich wohne in einem 190 Seelen- Dörfchen in einem für westdeutsche Verhältnisse noch echt naturnahen Landschaftsschutzgebiet.
    Insekten, die profitieren. Aber Vögel? Nope!
    Eine gepflegte Thujahecke mit recht "ungepflegtem" Umfeld (nur 1x jährlich durchforsteter, leer stehender Garten, angrenzende Weiden) hingegen, das zog sie an, und das artenreich.

    Könnte man als "Rubin" interpretieren, aber drauf schwören würde ich nicht. Jedenfalls nicht, dass der "von Muggensturm" gemeint ist. Kann man den Vorbesitzer noch fragen, was er da meinte?

    Die "Liebelei" ist ja auch chlorophyll- reduziert und gilt daher nur als veredelt kultivierbar. Bei mir hat die Unterlage aufgegeben, und die zwei kurzerhand bewurzelten Kindel machen sich eigentlich ganz gut. Wachsen ein bisschen langsamer, aber nun nicht so schlecht, dass sie als auf eigener Wurzel kaum kultivierbar gelten müssten.

    Massimos Pflanzen sind für so eine Körperfarbe und wurzelecht aber wirklich gut wüchsig, finde ich, und von daher kann man diesen Umstand sicherlich auch als Bereicherung des Sortiments ansehen. So lange die Pflanzen wüchsig sind und nicht all zu viele Schwierigkeiten machen, kann man es durchaus mal probieren, finde ich :).