Beiträge von Hans-Jürgen

    Vor 2 Tagen pfropfte ich gegen Abend den Pflanzenkopf eines Erstblühers um vom Rumpf ein Kindel für die Züchterin zu bekommen. Am nächsten Morgen zeigten sich 2 Stellen mit einer Pilzinfektion . Es gibt sehr viele schädigende Pilze und eine Benennung ist kaum möglich. Aber das Schadbild und was daraus wird, war klar. Ähnlich wie Hardy musste ich aktiv werden. Bild 1: die Pfropfung vom 4.8.2020. Dann die Schadbilder gut 12 Stunden später.


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    Bei diesem Schaden muss das Messer dran und das Motto: whatever it takes // nach dem ersten Schnitt zeigte sich nach wenigen Stunden es genügt nicht.

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    Eine Nacht später, zeigte sich nochmals eine kritische Stelle. Die Verfärbung reichte bis zur Ansatzstelle der Pfropfung! Also war nochmals nachschneiden notwendig. Die Abschnitte der Pfropfung waren okay und wurden sauber neu geschnitten und separat gepfropft.


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    Zu meinem Beitrag (#13 in diesem Thema) nochmal ein kleines Update. 6 Tage liegen dazwischen. Damit will ich zeigen, das es sich lohnt, um kranke Pflanzen zu kämpfen. In einem Folgebeitrag zeige ich dann noch einen Schaden, der Hardys Einstieg in das Thema sehr ähnelt. Das passierte in den letzten 2 Tagen.


    Das zentrale Leitbündel meiner Pflanze in #13 war nicht mehr funktionstüchtig. In der Nähe des Scheitelpunktes war der Schaden klar nach außerhalb der Pflanze zu sehen. Die Pflanze hatte die Ursache wohl erfolgreich bekämpft. Die schadhafte Stelle war trocken und sah inaktiv aus. Darum pfropfte ich das auch. Der Austrieb beginnt bereits.


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    Auch der Rumpf war noch intakt und treibt gut aus und das beste Stück, das von einer Rippe blieb, geht die Wuchsphase.


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    Am 23.7. wollte ich wissen, warum eine meiner Zuchtpflanzen das Wachstum eingestellt hatte. Im späten Frühjahr blühte sie noch und fruchtete auch. Eigentlich wollte ich sie deswegen halbieren und Pfropfen.

    Das zentrale Leitbündel war ab der Mitte, sich nach oben steigernd, deutlich geschädigt. Welche Ursache zugrunde lag konnte ich nicht erkennen.

    Mir blieb der Versuch etwas sauber scheinendes Rippenmaterial zu pfropfen und am Stumpf beließ ich das Zurückschneiden an dem Punkt, an dem die zentrale Schädigung nur noch minimal erkennbar war. Um eventuel oxidatives Voranschreiten eines eventuellen Restschaden am Stumpf zu verhindern/verzögern, kam Sprühpflaster an der Schnittfläche des Stumpfes zum Einsatz. Das steht prophylaktisch bereit und wurde bei der Gelegenheit erstmals verwendet.


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    Genau 8 Tage später sehe ich das 2 Pfropfungen noch rechtzeitig erfolgten. Bei den beiden anderen war einmal das gesunde Restmaterial zu wenig um das wegtrocknen zu verhindern und beim zweiten kann es ebenfalls am zu geringen Rest und/oder erster leichter Gewebeschädigung liegen. Am Stumpf hat sich bisher die leichte Verfärbung an einem Leitbündelstrang nicht verändert. Das könnte sich jedoch passieren. Darum hoffte ich so rasch wie möglich auf mehrere Kindelaustriebe, was auch zu funktionieren scheint. Abschließend die Blüte der Pflanze, um die es mir dabei ging.

    ASD.2015.0028.HJS.001 = ASD.2012.0037.001 (Superapricot X WH.2002.0016.ASD.1) x ASD.2012.0042.003


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    In 2011 begann ich mich für Hybriden zu interessieren. Im Frühjahr 2012 blühte der Stern von Hemsbach. Eine Biene interessierte sich dafür und den Samen säte ich wegen der ungewöhnlichen Blütenform aus. Inzwischen weiß ich, dass andere ebenfalls mit der Pflanze gekreuzt haben und nur "normalblütige" Pflanzen dabei heraus kamen. Möglicherweise ist die Blütenform sogar ein Sport, also eine somatische Mutation, die nur in den Zellen dieses Individuums zu finden ist und damit gar nicht im Erbgut verankert. Möglich ist auch, dass die Pflanze aus ihrem Erbgut heraus so blüht, das Merkmal bei der Weiterkreuzung aber rezessiv ist.

    Ich zeige dir mal die Ergebnisse des seinerzeitigen Versuchs. Einige Blüten haben längliche Ausfransungen, was spekulativ für den 2. Gedanken sprechen könnte. Strahlenförmig war nichts.

    Hallo Mathias,

    ich vermute, den Namen hat JT in anderem Zusammenhang mit einer Eigenschaft der Blüte vergeben. Ist aber auch meinerseits wie gesagt nur vermutet und ich schreibe es nur, damit du mit der Pflanze keine Erwartungshaltung einer Eigenschaft verknüpfst, die möglicherweise nicht vorhanden ist. Vielleicht lässt es sich auch klären.

    Hallo Hardy,

    danke für die Vorstellung, deine 2 gefallen mir gut. Ich habe aus der Kreuzung ebenfalls 2 Pflanzen.

    Sämling 1 mit Blüte aus 2019 und 2020 (mit Verbesserung in 2020) und darf bleiben.


       


    Sämling 2 nur mit Blüte aus 2019. Habe ich in diesem Jahr verpasst und so muss sie noch ums Bleiben bangen.


    Hallo Matthias,

    soweit ich es weiß ist die Mutterpflanze 'Stern von Wolfstein' Sämling 02 der Kreuzungsnummer JT 773. Das Jahr zu dieser Zuchtnummer kenne ich nicht. Die verwendeten Kreuzungspartner sind 'Santana' x 'kleiner Drache'.

    Bilder der Santana kann ich dir einfügen. Zu kleiner Drache, weiß ich nur, dass JT sie öfter verwendet hat.


       


    In deiner Zuchtangabe kannst du xxxx durch 0027 ersetzen. Das ist korrekt. Da wurde beim Uranus nur irrtümlich Kießling anstatt Wessner zur Herkunft notiert.

    Hallo Hardy,

    nein - die Erstblüte kam schon im letzten Jahr und in diesem Jahr gab es bisher drei weitere. Zwei davon zeitlich nur einen Tag voneinander getrennt. Die 3. Im Abstand von ein paar Wochen. Alle Blüten waren einheitlich gezackt und ordentlich in Aufbau, Stabilität und Öffnungsverhalten.


    Da ich nur noch mit dem Handy (Samsung Galaxy S5 Neo - also kein neues Teil) fotografiere, hatte ich letztes Jahr Mühe, die Blüte abzulichten. Inzwischen klappts auch mit solch schwierigen.

    Meine kläglichen Versuche mit der Erstblüte letztes Jahr. Nur als Halbsicht konnte ich es einigermaßen darstellen.


       

    Pflanzenvorstellung der 'Bonfire Glow'


    Zuchtangaben:  AKS.2016.0027.HJS.001

    Züchterin: Ann-Kathrin Sievert

    Aufzüchter: Hans-Jürgen Stidronski


    Mutter: EH Kleopatra

    Vater: LH Santana


    Samen dieser Kreuzung wurde in der AG unter der Nr. 5817 angeboten


    Pflanzenname: Die Pflanze erhält den Namen 'Bonfire Glow'. Die Leuchtkraft, die gezackten Ränder und die an eine Flamme erinnernde orangefarbige Zunge wecken die Assoziation an die Glut eines Lagerfeuers.


    Pflanzenbeschreibung:

    Die Pflanze hat aktuell einen mittig leicht verdickten, kurzsäuligen Körper mit einer Höhe von 6,5 cm und eine mittlere Breite von 5 cm. Der Körper zeigt sich in echinopsistypischem Grün und ist aktuell 13-rippig. Die Areolen haben +/- 10 hellere Randdornen und einen etwas dunkleren Mitteldorn. Dornenlänge ist 0,5 cm. Die Pflanze ist im zweiten Blütenjahr. Bis zur Erstblüte lebte sie in Wohngemeinschaft mit einer Schwesterpflanze, die bisher nicht geblüht hat.


    Blüte:

    Die stabile Blütenröhre misst in der Länge 7 cm und die Blüten öffnen mit 10 cm Ø.

    Knapp die Hälfte der Filamente sind, beginnend vom Blütengrund bis zum wulstlosen Kehlkreis, mit dem Schlund der Blüte verwachsen. Oberhalb des Kehlkreises legen sie sich ringförmig nach außen auf die Blütenblätter. Der etwas größere Teil der Filamente ist frei beweglich und nicht mit der Röhre verwachsen. Er liegt lose im Blütenkelch, der Schwerkraft folgend vorwiegend auf der tiefer liegenden Seite des Blütenkelchs. Die weiß im Blütenbrund beginnenden Filamente wechseln die Farbe in Richtung der Pollensäckchen in zartes Rosé. Ein paar der losen, einzelnen Filamente sind vom Blütengrund bis zu den Pollensäckchen einheitlich dunkelrot gefärbt.

    Die Pollensäckchen mit dem Pollen haben einen sehr hellen, fast weißen Cremeton.


    Der Narbenstiel zeigt sich in hellem Olivgrün und die meist 13 Narbenäste haben eine ebenfalls helle gelbgrüne Farbe.


    Die äußeren Tepalen zeigen ein zartes Rosé als Grundfarbe mit altrosafarbigem Mittelstreifen. Die zweite Reihe der äußeren Tepalen ist zusätzlich dezent gemasert, vorwiegend in Pink, Orange und Creme.

    Die inneren Tepalen erscheinen in mehreren Reihen. Eine am Kehlkreis beginnende, orangefarbene Zunge verläuft flammenförmig bis zur Mitte der Blütenblätter. Der restliche Teil der Petalen zeigt nach außen bis zu den gezackten Blatträndern kräftige Magentatöne. Die Blütenblätter reflektieren Licht als schimmernden Glanz.


    Sonstiges:

    Die Blüten erscheinen bisher mehrmals jährlich im Frühling und Frühsommer.

    Die Pflanze wurde bisher erfolgreich als Mutterpflanze und als Vaterpflanze verwendet. Als Vaterpflanze wurde ihr Pollen von unterschiedlichen Partnern (EH, LH und TH) gut angenommen.

    Das erste Kindel wird die Züchterin erhalten. Die Namensvergabe wurde mit der Züchterin abgestimmt


    Die nachfolgenden Bilder zeigen verschiedene Blüten dieser Pflanze in unterschiedlichen Lichtverhältnissen.


         


        


     

    Aus der Aufzucht der Kreuzung AKS.2016.0027. habe ich 2 Sämlinge aufgezogen. Sämling Nr. 2 hat noch nicht geblüht. Den Sämling Nr. 1 möchte ich hier vorstellen.


    Züchterin: Ann-Kathrin Sievert

    Aufzüchter Hans-Jürgen Stidronski


    AKS.2016.0027.HJS.01

    Mutter: EH Kleopatra

    Vater: LH Santana


    Die Pflanze bekommt einen Namen. Die Beschreibung erfolgt mit der Namensvergabe.




    Hallo Jutta,

    Da gibts bereits einen Beitrag mit einigen Geschwistern

    ich hatte natürlich mit der Zuchtangabe von Michi (MK.2013.0004) nachgesehen. Vielleicht ist die bereits vorhandene Vorstellung von Geschwistern dazu anders bezeichnet und natürlich wäre es nicht nur schön sondern auch sinnvoll und wichtig, wenn das jemand zusammen fügen würde.

    Michi hatte von seiner Kreuzung MK.2013.0004 etliche Sämlinge im Verkauf stehen. Ich möchte davon ein paar Blüten zeigen. Vielleicht werden noch weitere gezeigt, die die Breite dieser Kreuzung darstellen können.


    Mutter: Feuergöttin Chensit

    Vater: L. chilensis, orange-gelb geflammt


    MK.2013.0004.HJS.001 - Die Blüte war nicht gut entwickelt. Die Pflanze ist noch sehr klein. Ich warte, ob die 2. Blüte ordentlich und besser wird.



    MK.2013.0004.HJS.002 - reich blühend


         0004


    MK.2013.0004.HJS.004 - bekommt auch nochmal ne Chance für ne weitere Blüte



    MK.2013.0004.HJS.005 - die gefällt mir von meinen Pflanzen am besten und wird fraglos bleiben.


        

    In 2017 kreuzte Gudrun unter ihrer Zuchtnummer GUK.2017.0049


    als Mutterpflanze: Schwester der Dessau x Blaze

    mit: L. leptacantha WR 422 gelb als Pollenspender


    Einige Sämlinge davon wachsen bei mir heran und das erste Blütenergebnis kann ich vorstellen.


    GUK.2017.0049.HJS.001


           

    Von der Kreuzung ISQ.2016.0003 bekam ich von Ingrid ein paar Sämlinge und den ersten, der geblüht hat möchte ich kurz vorstellen.


    Mutter: JT.2012.0149.ISQ.007 = ( Psl.calorubra zweifarbig X Psl. 20-2000 )

    Vater: L. winteriana


    ISQ.2016.0003.HJS.001


           

    Zuchtangaben der Kreuzung ASD.2015.0028 von Andreas Schoger-Diller


    Mutterpflanze: ASD.2012.0037.001 (Superapricot X WH.2002.0016.ASD.001)

    Vaterpflanze: ASD.2012.0042.003


    Ich habe davon leider nur 1 Pflanze: ASD.2015.0028.HJS.001