Beiträge von JensK01

    "... wenn man das so liest, hat man den Eindruck, dass einige hier zunehmend depressiv werden ..."

    Also ich für meinen Teil sehe hier überhaupt keinen Beitrag, der Anlass zu solch einer Schlussfolgerung gibt. Ich denke vielmehr, dass jeder von uns sich am Kakteenhobby erquicken möchte, wann immer es möglich ist. Und so versucht halt jeder im Rahmen seiner Möglichkeiten, sich dieses Hobby zu erhalten egal wie. Jeder hat andere Rahmenbedingungen und somit ist auch die ökonomische Herangehensweise zum Hobbyerhalt bei jedem unterschiedlich. Es ist m.M.n. aber nicht angebracht, ohne Berücksichtigung zusätzlicher Faktoren die Extreme "Depression" bzw. "Manie" pauschal über die Anzahl der getätigten Kreuzungen zu definieren. Man will sich im Endeffekt vor allem an schönen Pflanzen erfreuen können. Und was noch nicht so ist, wie man es sich idealerweise vorstellt, versucht man eben zu erzüchten. Damit erklärt sich auch das Thema "Zuchtziele" etwas besser.

    Was für schöne Züchtungen es mittlerweile gibt, habe ich in den letzten Jahren auch erst nach und nach feststellen können. Einige ursprünglich geplante Kreuzungen konnte ich sogar überspringen, weil es diese oder jene Superzüchtung bereits schon gab und ich darüber verfügen konnte. Und solche Fälle machten mich nicht depressiv, sondern glücklich, weil Zeitersparnis. Die "Idealzüchtung", die einem letzten Endes so vorschwebt, erreicht man nunmal meist erst über mehrere Zucht-Generationen. Es ist kein ausschliesslich zwanghaftes Verfolgen, kleine "Seitensprünge" seien auf diesem langen Weg auch mal gegönnt. Aber ich denke, es kann schon sehr glücklich machen, wenn man eines Tages auch das Hauptziel erreicht hat.

    Hallo zusammen,


    ".... Welche Methoden verwendet ihr so, um euch bzgl. der Kreuzungen im Zaum zu halten? ..."


    viele Grüße,

    Katja

    Tja, also indem ich mich nur auf die nötigsten, für das anvisierte Zuchtziel erforderlichen Kreuzungen beschränke. - Du weisst durch meine Saatgut-Nachbestellung bei dir ja, welche 3 deiner Kreuzungen ich für die besten von dir halte. Aus meiner Sicht brauchst du darüberhinaus andere Kreuzungen eigentlich gar nicht weiter vorzunehmen. - Man muss dabei ja auch noch berücksichtigen die Variationen, die die F2-Generationen mit sich bringen, sodass dadurch eigentlich schon genug Abwechslung und Vielfalt entsteht und trotzdem höchstwahrscheinlich alle Exemplare vom Grundaufbau her harmonisch zusammenpassen werden. Das mal so pauschal gesagt. M.M.n. muss man die Kreuzungen weglassen, die nicht zum Zuchtziel passen. Einfach querbeet mal alles zu kreuzen, nur weil es gerade mal blüht, kann sich m.M.n. auf Dauer nunmal kaum jmd. von uns aus Platzgründen leisten. Zumal wir ja nicht die gesamtmögliche Flora der Welt erschaffen wollen. Ohne Festlegung eines konkreten Zuchtziels gehts nicht. Ist schon schwer genug, die wirklich wichtigen Kreuzungen gesund grosszuziehen. 🤷

    11 Jahre Wartezeit bis zur Blühreife würde man eher bei Tricho- als bei Echinopsishybriden vermuten. Dementsprechend waren meine Erwartungen an die heute nun endlich vorliegende geöffnete Blüte etwas höher als das, was ich tatsächlich erblickte.

    Aber seht selbst, die Fotos sprechen für sich. Eine kleine Blüte mit langer Blütenröhre. Und die Blütenfarbe weiss, also nichtmal Rheingold- geschweige denn Schickhybridenniveau.


    Also nunmehr doch entsorgen? - Es gibt Dinge, die für diese Echinopsis-Hybride sprechen:

    Zu keinem Zeitpunkt, auch unter schlechteren Lichtverhältnissen aufgrund Platzierung am Ostfenster, ist sie irgendwie spitzig gewachsen, sondern hat sich stets ihre rundliche Pflanzenform bewahrt. Ich betrachte das als ihren besonderen Vorzug, evtl. lässt sich durch sie das Rundliche in die neueren eher dünn-trichohaft wachsenden Echinopsishybriden hineinzüchten.

    Also bleibt sie erstmal, zumal sie sich grad auch so schön eingelebt hat zwischen 2 Wessner-Hybriden und drzt. auch ohne Blüte noch attraktiv genug aussieht.


    (Nachtrag: Falls jemand zur näheren Sortenbestimmung was sagen kann, gerne mitteilen 🙂)

    Vor 11 Jahren, im Jahre 2011 quasi, erhielt ich von meiner damaligen Bekannten diesen Kaktus als kleinen, runden, gefährlich feinnadelig und langbedornten Ableger. Eigentlich wollte ich ihn damals schon gleich entsorgen. Denn Berührungen damit hatten jedesmal ein anschliessendes mühsames Entfernenmüssen an den Fingern hängengebliebener Stacheln mithilfe von Lupe und Pinzette zur Folge, wie ich es zuvor so zumindest weder von Berührungen mit meinen Echino- und Notocacteen noch mit meinen Gymnocalycien her erlebte.

    Anstand und noch mehr die Neugierde, herauszufinden, welche besondere Sorte mir meine Bekannte da wohl geschenkt hat, und wie er wohl blühen wird, hielten mich letztlich Jahr für Jahr immer wieder von diesem Schritt ab.


    Anm.: Bezogen auf die Bedornung dieser EH hat auch schon eine Taube ihre schmerzlichen Erfahrung sammeln müssen. (Siehe Foto) Voriges Jahr hat sie sich einen Dorn davon in den Fuss gerammt und ist anschliessend sage und schreibe 10 Wochen damit herumgerannt und herumgeflogen. Zur Beruhigung sei gesagt: Mittlerweile ist sie wieder wohlauf:

    Hallo liebe Hybridenfreunde! 👋 Berichten möchte ich hiermit über die am längsten sich in meiner Sammlung befindliche Echinopsishybride. Intern führe ich sie unter der Bezeichnung EH "Biedermann", solange keine konkretere Sortenidentifizierung vorliegt. Es geht um den Kaktus auf untenstehendem Foto in der Mitte:

    Ich hab solche Töpfe kürzlich bei amazon gekauft ... (ca. 20 Cent pro Stück)


    Was mit Kakteen-Schwarz ist, weiss ich leider nicht. Vielleicht hat er zu gemacht, aus Altersgründen oder wg. dem ganzen Coronastress o..dgl. - Hab jedenfalls vor ca. 2 Jahren dort mal angerufen, da hat er mir nur gesagt, dass er mittlerweile nur noch Zubehör, aber keine Kakteen mehr verkauft. Und überhaupt seine Gärtnerei bald schliessen möchte und ggf. einen Nachfolger dafür noch sucht, der seinen Laden übernehmen möchte, etc, etc...

    Die Idee mit der Einladung zur Blütenschau ist auf jeden Fall gut, man kann sagen, fast wie eine themenspezifischere Ergänzung zur Bundesgartenschau in Eigeninitiative. Und ich wäre übrigens sehr dafür, dass viele andere Züchter ebenfalls solche Besichtigungs-Angebote zur Hauptblüte rechtzeitig im Forum mitteilen.


    Im Grunde ist die Idee ja nicht neu, vor Jahren hatten, wenn ich mich recht erinnere, auch schon mal Züchter z.B. wie Uwe Kahle oder auch Uwe Schweiger ihre Gewächshaustore am Hauptblütetag für den Besucherverkehr geöffnet, vorher dieses Ereignis halt in der Regionalzeitung angekündigt.


    Es ist nunmal eine gute Idee, sich von Blütenfarben und Formen sowie dem Gesamthabitus der jeweiligen Pflanzen ein realeres Bild machen zu können, über Fotos ist das leider nicht immer gänzlich möglich.


    Hätte ich nicht am Sonntag Schicht, hätte ich auf jeden Fall auch mal den "kleinen" Abstecher nach Düsseldorf gemacht. Will damit sagen, auch wenn evtl. viele Interessenten gar nicht erscheinen können, es liegt dann gewiss nicht an mangelnder Resonanz oder Nachfrage. Vielmehr ist das Angebot zur Blütenschau ansich auf jeden Fall sehr sinnvoll und kann gerne von vielen anderen Züchtern aus der AG, so eine grössere vorzeigbare Sammlung existiert, fortgeführt werden. 👍

    Seltsame Wachstums-Verformungen kann ich bei meinen Sämlingen (siehe Foto) auch feststellen. - Die Sämlinge auf der rechten Fotoseite müssten normalerweise so aussehen wie die links, da es ein und dieselbe Sorte ist.

    Ich vermute den Unterschied in dem unterschiedlichen Substrat und den unterschiedlichen Temperatureinflüssen. Die Schale mit den rechten, heller und mastiger gewachsenen Sämlingen habe ich näher am öfters angekippten Fenster stehen.