Beiträge von Tarias

    Mit sehr großer Bestürzung habe ich gerade eben erst erfahren, dass Gerd Weiß bereits letztes Jahr gestorben ist. Ein Nachruf auf dem Blog von Ulrich Haage


    Ich weiß grad gar nicht, was ich sagen soll. Ich bin geschockt.

    Erst letztes Jahr hat er angefangen, seine wundervollen Chamaecereus-Hybriden zu verkaufen, und ich habe mir nach langem, langem Warten mit großer Freude Pflanzen von ihm gekauft.

    Seine Zucht interessierte mich schon über zehn Jahre, und gerade gestern habe ich scherzhaft zu einem Forenmitglied gesagt, dass ich ein paar Jahre auf einen Steckling seiner tollen Hybride warten kann, schließlich habe ich zehn Jahre auf die "Rügens Flamme" gewartet ;(.


    Seine Züchtungen waren mein Ansporn und eine unerschöpfliche Ideenkiste, die die Grundlage für viele meiner Chamaecereus-Züchtungen ist. Dieses Jahr werden einige Kreuzungen zum ersten Mal blühen, die ich angeregt durch seine wunderbare Bildergalerie versucht habe.


    Mein ganz herzliches Beileid an seine Familie, und auch meinen ganz großen Dank an seine Frau und die Firma Haage, dass sie dafür gesorgt haben, dass diese herrliche Zucht erhalten bleibt.


    ;(

    Hallo Hardy,


    sehr viel mehr dazu zu sagen gibts von meiner Seite eigentlich nicht, aber trotzdem

    1. wenn ich Umtopfe

    2. wenn der Topf deutlich zu eng wird, ich Zeit und Lust habe, die Pflanze nicht blüht und der Wurzelballen trocken ist.

    3. Da ich keine Standardtöpfe verwende, mache ich es vom vorhandenen Topfmaterial und der Wuchsfreude der Pflanze abhängig. Je schneller das Wachstum, desto größer darf der Topf sein. Langsam wachsende Pflanzen kriegen nur eine Daumenbreite größere Töpfe.

    4. Ich kontrolliere auf Schädlinge und eventuelle Wurzelfäulnis. Sonst wird nichts gemacht.

    Liebe Aless,
    ich wünsche dir einen wunderbaren Geburtstag, viel Freude mit deinen Liebsten, und ein spannendes, gesundes, entspanntes und blütenreiches neues Lebensjahr.
    Ein herzliches Dankeschön für Inspirationen, Pflanzen und Nachfragen :psb04:.


    Hab auch weiterhin ganz viel Freude mit deinen Pflanzen!

    Einem ganz besonderen Menschen einen ganz besonderen Glückwunsch zum Geburtstag!
    Ich wünsche dir ein spannendes, wunderbares neues Lebensjahr, mit guten Begegnungen und ganz viel Freude an den Dornigen und dem ganzen anderen Grünzeuggesocks :D.

    Hallo Wladi,



    auch von mir ein ganz, ganz großes Dankeschön und Kompliment für dieses Feuerwerk!
    Hut ab vor deiner züchterischen Arbeit! Es braucht ja nicht nur die Arbeit an sich, sondern auch die Ideen und die Fantasie, was entstehen könnte. Da hast du wirklich einen 7. Sinn dafür.


    Ich glaube, ich muss dich im Frühsommer mal um Pollen anbetteln :cwm12:.

    Hallo Ernst,



    danke für´s Zeigen!
    Da kann ich für meine Kreuzungen, z.B. mit CHH "Edith" ja schon was Spannendes erwarten :).
    Die Blühfreude ist wirklich klasse, meine Pflanze schiebt immer weiter neue Blüten. Keine großen Blütensträuße, aber kontinuierlich. Mir gefällt sie sehr, sowohl von der Farbe als auch dem Blühverhalten.

    Hallo,



    ich habe kürzlich eine gepfropfte Echinopsis bekommen, die ich abgeschnitten habe, um sie neu zu bewurzeln.
    Der unterste Teil der Hybride ist noch auf der Unterlage, und ein kleines Kindel ist auch da.
    Insgesamt machen aber beide Pflanzen, Unterlage und Rest-Echinopsis keinen glücklichen Eindruck auf mich.
    Ich hab damit aber keinerlei Erfahrung, deshalb meine Frage: Lohnt es sich, die Unterlage weiter zu gießen und zu düngen? Wird das Kindel noch was, oder besteht sogar die Chance, dass der Stumpf noch weitere Kindel schiebt?

    Hallo Thomas,



    erfolgreich gekreuzt habe ich bisher Mediolobivia euanthema und leucanthema mit Aylosteren.
    Die mittlerweile recht bekannte "Leopygmaea" ist eine Kreuzung aus Mediolobivia euanthema und einer unbekannten Aylostera.
    Und sie lässt sich wiederum mit Aylostera kreuzen.

    Hallo Erich,



    ja, die Lobivien habens möglich gemacht ;).



    Ich habe mittlerweile auch schon Aylosteren mit Mediolobivien gekreuzt, da die beiden "Gattungen" genetisch nicht zu trennen sind.
    Manche Bestäubungen funktionieren, manche nicht. Die Sämlinge werden noch ein wenig bis zur Blüte brauchen. Das wird spannend :psb04:.

    Vielen Dank für die Rückmeldungen!



    Hardy : Ich bestäube gezielt, denn nur so erhält man auch wirklich neue, spannende Farben. Durch Insekten bekommt man auch klasse Ergebnisse, aber die Hummeln halten beim Blütenbesuch meist nicht die Reihenfolge ein, die ich gerne hätte :D.
    Im Anhang noch ein Foto einer zweifarbigen Aylostera, von der nächstes Jahr einige Sämlinge blühen werden.



    Thomas : Ich habe auch eine Weile gebraucht, um Rebutia und Aylostera zu unterscheiden. Anhand der Blüten ist das mit etwas Übrung aber dann recht einfach.
    Taxonomisch ist das ja ein fürchterliches Chaos, ich halte mich da völlig raus.


    Wie gesagt lassen sich die beiden Gattungen auch nicht untereinander kreuzen.



    Wenn jemand Interesse hat, ich gebe von meinen diejährigen 130 Erstblühern auch gerne welche ab ;). Einfach Bescheid geben!

    Da ich nachfolgend einige Bilder vorstelle, habe ich das Thema mal unter Bildergalerie erstellt.


    Ich möchte heute einmal ein wenig näher die Aylostera-Hybriden vorstellen, da ich bisher kaum jemanden kenne, der sich für diese kleinen, pflegeleichten und reich blühenden Hybriden interessiert.
    Vielleicht kann ich mit dieser Vorstellung ja den einen und anderen Fan hinter dem Ofen vorlocken :-)


    Aylostera-Hybriden sind in den Sammlungen selten, und es gibt in Europa nur sehr wenige Kakteengärtnereien (in Deutschland ist mir z.B. keine bekannt), die überhaupt solche Hybriden anbieten.
    Die in Deutschland verbreitetste Hybride ist die „Sunrise“, eine Hybride aus Aylostera albiflora x Aylostera heliosa.
    Meines Wissens gibt es in Deutschland keinen Züchter, der sich „ernsthafter“ mit der Zucht dieser Hybriden beschäftigt, obwohl es eigentlich sehr einfach zu hybridisierende Pflanzen sind, die sich einfach aussähen lassen, sehr schnell, oft mit zwei Jahren schon, zur Blüte kommen, und i.d.R. nicht viel Platz einnehmen.
    Die Erklärung eines gewerblichen Kakteengärtners, warum Aylostera (sowohl Arten als auch Sorten) in Gärtnereien so wenig verbreitet sind, ist zwar einleuchtend, aber auch sehr schade: Aylosteren sind Hochlandkakteen, die einen luftigen Stand benötigen, keine stauende Hitze vertragen, und auch mit praller Südsonne so ihre Probleme haben.
    Kurz und gut: Sie taugen nicht für die Pflege im Gewächshaus. Dort werden sie vermehrt von Spinnmilben befallen, blühen nur spärlich und kurz (die Blüten welken bei Hitze schnell) und wachsen nur zögerlich.
    Ihre Stärken – üppige, lang haltende, farbintensive Blüten und zügiges Wachstum – können sie nur wirklich an einem nicht prall-sonnigen Stand im Freien ausspielen.
    Dort sind sie dann auch gegen Frost bis ca. - 5 Grad tolerant.
    Bei mir blühen Aylosteren sehr reich auch an Plätzen, die erst am Nachmittags etwas Sonnen bekommen, dann bleiben die Blüten oft auch bis 18 Uhr geöffnet.


    Die Achillesverse der Aylostera (Arten und Hybriden) ist der mögliche Wurzelverlust und ein Abfaulen der Pflanzen. Durch den Polster bildenden Wuchs benötigen die Pflanzen im Lauf der Zeit breite Töpfe, die bei entsprechendem Substrat und wegen der Polster lange feucht bleiben. So besteht bei größeren Aylostera-Polstern die Gefahr, das die Wurzeln abfaulen. Insbesondere in feuchten und kühlen Jahren muss sehr überlegt gegossen werden, damit das Substrat schnell genug abtrocknen kann.
    Während ich meine Jungpflanzen ordentlich wässere und ein Substrat mit hohem Humusanteil verwende, bekommen die Pflanzen mit zunehmender Größe und Breite weniger Wasser und vermehrt mineralisches Substrat.


    Die ersten Aylostera-Hybriden, die vor allem in England eine weitere Verbreitung gefunden haben, stammen aus der Zucht von John Pilbeam. Wann er sie gezüchtet hat, weiß ich nicht, und mittlerweile stehen seine Hybriden auch nicht mehr zum Verkauf, da eine Roundup-Wolke aus dem Nachbarfeld seine Mutterpflanzen zerstört hat.
    Es gibt in England noch zwei weitere mir bekannte Züchter, die Goodeys von den Southfield Nurseries, und der Besitzer der Westfield Nurseries.
    Insbesondere die Southfield-Hybriden sind der Grundstock meiner eigenen Zucht, wobei ich mittlerweile einen eigenen Grundstock an insb. zweifarbigen Arten habe, auf deren Ergebnisse ich noch sehr neugierig bin.


    Wer sich mit der Aylostera-Zucht befassen will, braucht aber eigentlich nur eine Aylostera heliosa und eine andersfarbige Art. So bekommt man schon in der F1-Generation wunderschöne, mehrfarbige Hybriden.
    In einer einfach Euro-Platte kann man ca. 70 Sämlinge bis zur Blüte bringen.


    Übrigens lassen sich Aylostera nicht mit Rebutien kreuzen :-)

    Ja die ist toll. Zur Not kannst Du es immer noch mit BAP oder Kokoswasser versuchen. Bei mir regt Letzteres deutlich die Kindelbildung an.


    Jetzt bin ich neugierig: Was ist BAP, und meinst du mit Kokoswasser das frische Wasser direkt aus der aufgeschlagenen Kokosnuss?
    Wie verwendest du das? Sprühen, Gießen, Konzentration?