Kreuzungen 2020 von Andreas75

  • Hallo zusammen!


    Dann möchte ich mich mal trauen, und hier meine Projekte vorstellen, ich hoffe, die Ideen gefallen :).


    Als ersten hätten wir:

    Hildewintera 'Humke's Röschen' × Pseudolobivia calorubra zweifarbig

    Zweck des ganzen: a) Schauen ob es geht, b) harmonieren farblich sehr schön, c) Spannung auf die Ergebnisse


    Dann:

    "E44" (von Ernst Spangenberger, Kreuzungsnummer habe ich leider nicht mehr) × oxygona var. brevispina

    Zweck: Versuch, eine so dicke, große, massive und großblütig duftende Pflanze wie den Vater (oxygona) mit der relativ seltenen sattroten Blütenfarbe zu kombinieren, die im Verblühen immer noch adrett himbeerrot ist.

    Die Sämlinge (dies Jahr gesät) sind recht frohwüchsig.


    Drittens:

    TS.H45.SP.004 × 'Chico Mendes'

    Zweck: Beide haben sehr schöne Vorfahren bis in die Großeltern hinein, beide dazu am Tag/ Nachmittag erblühend, beide mit sehr stabilen Blüten, die Mutterpflanze mit bislang dies Jahr drei Blütenschüben. Ich glaube, das lohnt zu kombinieren :).


    4.: TS.H45.SP.004 × L. arachnacantha var. torrecillasensis

    Zweck: Kombination des fantastischen Lobivien- Rots mit der Mutterblüte, kompakterer Körper, sowie Kombi des Lobivien- Rots mit den Ahnen der Mutter



    PS: Die Namen im mittleren und rechten Bild sind natürlich keine offiziellen Namen, sondern nur interne für mich.


    Update: Kreuzung 1 nicht gelungen, alle drei anderen hingegen ja :).

  • Danke Euch sehr :).

    Alle genannten sind schon mal eine Frucht. Wobei die Frucht der letzten Kreuzung (mit der L. torrecillasensis) auffallend schmaler ist als die mit der 'Chico Mendes'. Die Griffel der Mutter sind zwar nicht wesentlich länger als die der Lobivie, aber vllt. schon fast ein bisschen zu lang. Mal sehen, wie viel Samen das ergibt.

  • Im Namen der Wissenschaft:


    Pygmaeocereus bylesianus × Setiechinopsis mirabilis


    Gleich als mein Pygmaeocereus letztes Jahr die erste Blüte bei mir öffnete, sprang mir diese frappierende Ähnlichkeit in der Gestaltung der Staubgefäße und beim Sezieren dann auch den restlichen Blüteninneren zu Setiechinopsis ins Auge. Auch die Knospen und das blütenäußere ähneln sich hinreichend genug (auch duften beide hinreißend gut), um da nähere bis sehr nahe Verwandtschaft zu unterstellen. So bunkerte ich in weiser Voraussicht schon mal Pollen, als sich Pygmaeocereus und Setiechinopsis beim letzten Mal nur um drei Tage mit der Blüte verfehlten. Und nun hat der Pygmaeocereus nochmal zwei Blüten (das Bild ist vom Vorjahr). Eine soeben geöffnet und mit Setiechinopsis- Pollen bestäubt, die andere, noch Knospe, ist morgen dran.


    Das wäre, glaube ich, mal eine "Umkombination" mit Hand und Fuß wert, falls es klappen sollte.


    Update: Nicht gelungen, es waren aber auch verschwindend wenig Setiechinopsis- Pollen.

    Beide knospen aber nochmal, also auf ein neues :).

  • Um das Thema nicht allzu sehr zuzuspammen, werde ich nur noch Kreuzungen mit erfolgreicher Fruchtbildung erwähnen.


    Erfreut hinzufügen darf ich also:


    Chamaecereus 'Wild Star 2' × Lobivia arachnacantha var. torrecillasensis


    Ziel ist größere, ebenfalls rote Blüte in Fransenoptik, die 'Wild Star 2'- Blüten sind doch recht arg winzig, sowie ein etwas kräftigerer, aber noch chamaecereusartiger Körper.

  • Ebenfalls nicht gelungen ist die Mixtur TS.H45.SP.004 × L. arachnacantha var. torrecillasensis


    Die Frucht machte sich erst gut, war aber von Anfang an recht dünn. Nun verfärbt sie sich hell und wird sicher demnächst abfallen.


    Zusatz: Frucht ist gestern beim Überprüfen tatsächlich (ohne Gewalteinwirkung) abgefallen und tata, es waren doch tatsächlich sechs schwarze Samen drin. Neben noch einigen (etwa 20) hellbraunen. Coole Sache, denn wie ich von Bildern einer Geschwisterkreuzung weiß, hat die TS.H45.SP.004 wirklich das Potential, dass ich ihr anhand der Vorfahren zugetraut hatte. Wenn diese sechs Samen was werden, bin ich sehr gespannt wie sich der weite, dunkle Schlund der arachnacantha var. torrecillasensis sowie das schon fast bläulich anmutende Rot mit diesem Potential zusammen tun :D!

  • Und weiter geht 's ^^.


    a) HwH 'Andenken an Rudolf Herzog' × Echinopsis 'Hana Lei' und vice versa, also Kreuzbestäubung Update: Beide fruchten :)!


    b) Chamaecereus 'Devil's Claw' × HwH 'Andenken an Rudolf Herzog' Update: Nicht erfolgreich


    c) TS.H45.SP.004 × 'Hana Lei' Update: Semi- erfolgreich, nur kleine, gedrungene Frucht angesetzt

  • Andreas75

    Hat den Titel des Themas von „Kreuzungen von Andreas“ zu „Kreuzungen 2020 von Andreas75“ geändert.
  • Heute mal eine kleine Fotoserie meiner ersten Sämlingsveredlung. Aussaat war im Mai '20, veredelt habe ich den Sämling am 4.8.20 auf Pereskiopsis spathulata.


    Er entstammt meiner ersten Kreuzung anno 2018, HwH 'Humke's Röschen' × Bolivicereus samaipatanus. Wäre also quasi REA.2018.0001.001 Nur zwei keimten, einer wuchs an. Und hier das eindrucksvolle Ergebnis.

    Bild 1: 7.8.20

    Bild 2: 21.8.20

    Bild 3: 4.9.20

    Bild 4: 4.10.20, also heute, zwei Monate nach Veredlung, Länge 5 cm, womit ich bereits jetzt sicher ein Jahr gut gemacht habe.


    Wenn ich die Daten nicht aufgeschrieben hätte, würde ich das selber nicht glauben. Meint Ihr, dass die Verbindungstelle stabil genug, um dem offenbar im Wuchs sehr nach Muttern kommenden Sämling/ Pfröpfling (straight hängend) noch bis nächsten Sommer zu halten? Oder ob es nicht doch sinnig wäre, da 'ne kleine Stütze drunter zu montieren?

  • So, auch wenn sie sich nicht öffnete- die erste Frucht war dann doch trocken und hatte entwickelte Samen inne.


    Und zwar von der Kreuzung Echinopsis 'Hana Lei' × HwH 'Andenken an Rudolf Herzog', Kreuzbestäubung.

    Die Frucht an der HWH ist noch saftig und fest (und um einiges dicker), die wird wohl erst im kommenden Frühling weiter reifen. Die Frucht an der 'Hana Lei' konnte ich nun aber ernten, und 88 gute Samen entnehmen.


    Hätte jemand anteiliges Interesse :)?


    Grüße,

    Andreas